
Bluthochdruck – häufigste Erkrankung in einer internistischen Praxis Bluthochdruck wird oft zu spät erkannt bzw. überhaupt nicht als offensichtliche Belastung wahrgenommen. Denn mögliche Auswirkungen führen die Betroffenen meist nicht auf einen Bluthochdruck zurück. „Das Beschwerdebild einer Hypertonie ist häufig uncharakteristisch. So können Ein- und Durchschlafstörungen sowie eine leichte Erregbarkeit und innere Unruhe Anzeichen eines erhöhten Blutdruckes sein. Ohrensausen bzw. Ohrgeräusche sind ebenfalls mögliche Warnhinweise“, erklärt Dr. Reinhold Lunow, Internist und Ärztlicher Leiter der Praxisklinik Bornheim. „Spätestens wenn solche Warnzeichen Ihres Körpers auftreten, sollten Sie zur Abklärung der Beschwerden einen Internisten aufsuchen. Doch der Blutdruck sollte auch ohne Alarmsignale regelmäßig im Rahmen eines umfassenden Gesundheitschecks kontrolliert werden. Denn je früher eine Hypertonie behandelt wird, desto weniger Schäden kann sie anrichten. Heutzutage gibt es eine Vielfalt äußerst wirksamer Medikamente zur Senkung des Blutdrucks und damit zur Reduzierung potenzieller gesundheitlicher Folgen“, empfiehlt Dr. Lunow. Bei übergewichtigen Hochdruck-Patienten ist es zudem wichtig, die Ernährung umzustellen, denn auch zu viele Pfunde belasten den Kreislauf stark. Ebenso erhöht sich bei Patienten mit Vorerkrankungen wie Diabetes durch Bluthochdruck das Risiko für einen Infarkt dramatisch. Hier ist eine gute Blutdruckeinstellung dringend angeraten! Eine medikamentöse Einstellung des Blutdrucks kann einige Tage dauern. Manche Patienten haben anfangs mit Schwindel zu kämpfen. „Der Körper ist den hohen Blutdruck gewöhnt und muss sich neu anpassen. Patienten sollten daher Geduld haben und keinesfalls die Medikamente ohne Rücksprache mit ihrem Arzt absetzen. Bei Unsicherheiten sollten Betroffene immer ihren behandelnden Arzt kontaktieren“, betont der Ärztliche Leiter der Praxisklinik Bornheim. Nach Angaben der Deutschen Hochdruckliga (DHL) liegt ein optimaler Blutdruck bei 120/80 mmHg. Von Bluthochdruck spricht man, wenn der so genannte obere systolische Druck in den Arterien beim Zusammenziehen des Herzens krankhaft auf über 140 mmHg gesteigert ist und der untere diastolische Wert in der Entspannungsphase, also zwischen zwei Herzschlägen, bei über 90 mmHg liegt. |
Gelistet im Leading Medicine Guide Germany seit 2009
» mehr
|
