Thrombosen in den Beinvenen sind häufig. Pro Jahr gibt es in Deutschland über 100.000 Fälle von tiefen Beinvenenthrombosen oder Lungenembolien. Bei einer Thrombose kommt es zu einem vollständigen oder teilweisen Verschluss einer tiefen Vene, die für den Rückfluss des Blutes zum Herzen verantwortlich ist.
Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die Thrombosen begünstigen:
- langes Sitzen im Flugzeug, Auto oder Zug
- große Operationen, speziell Hüft oder andere Operationen im Beckenbereich
- Krebserkrankungen wie Bauchspeicheldrüsenkrebs oder Lungenkrebs
- Hormontherapie in den Wechseljahren oder die Einnahme der Pille als Verhütungsmittel
- Schwangerschaft, besonders kurz nach der Entbindung
- vererbte Störungen der Blutgerinnung
- starkes Übergewicht
Oft sind die Thrombosen bereits fortgeschritten, bevor sie Symptome verursachen:
- Schwellung des betroffenen Beines
- Schmerzen, vorwiegend in der Wade, ähnlich wie bei einem Wadenkrampf
- Rötung oder Wärmegefühl an der betroffenen Stelle
Dr. Reinhold Lunow, ärztlicher Leiter der Praxisklinik für Diagnostik in Bornheim nahe Köln und Bonn empfiehlt zur Diagnostik als Bluttest den sogenannten D-Dimer Test sowie eine Farbultraschalluntersuchung der Beinvenen.
Die Hauptgefahr einer Beinvenenthrombose ist die gefährliche Lungenembolie.
Die Bein- und Beckenvenen haben eine direkte Verbindung zum Herzen. Von dort aus können diese Blutgerinnsel in die Lunge gelangen, wo sie den Blutfluss unterbrechen. Dann kommt es zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie.
Anzeichen und Symptome einer Lungenembolie können sein:
- unerklärliche Kurzatmigkeit und Luftnot
- Brustschmerzen
- Gefühle von Schwindel und Benommenheit oder auch Ohnmachtsanfälle
Wie kann man Blutgerinnsel vorbeugen?
Treffen sie geeignete Vorkehrungen auf Reisen. Sie sollten ausreichend trinken. Verzichten Sie jedoch auf Alkohol. Unterbrechen sie langes Sitzen stündlich, indem sie sich Bewegung verschaffen und umherlaufen. Patienten mit hohem Thromboserisiko sollten auch Kompressionsstrümpfe tragen. Ggf. können auch vorbeugende Spritzen mit Heparin sinnvoll sein.