Einfache Regeln für besseren Schlaf
Etwa 10% der Deutschen Bevölkerung leiden an chronischen Schlafstörungen. Dabei nehmen die Schlafstörungen mit dem Alter zu. Häufig werden zur Behandlung jahrelang Schlafmittel genommen.
Schlafforscher der Universität Pittsburgh konnten in einer Studie nachweisen, dass relativ simple Regeln die Schlafstörung in 70% der Fälle verbessern:
- Reduziere die Zeit im Bett!
- Stehe morgens unabhängig von der Schlafdauer stets zur gleichen Zeit auf!
- Gehe niemals ins Bett, wenn Du nicht müde bist!
- Nutze das Bett nur zum schlafen und nicht etwa zum Fernsehen oder Lesen!
Diese Ratschläge sind eigentlich seit Jahren bekannt, werden jedoch nur sehr selten beherzigt. Die Forscher der Universität Pittsburgh konnten jedoch nachweisen, dass die Patienten, die sich an diese Regeln gehalten haben in 2/3 der Fälle eine deutliche Verminderung ihrer Schlafstörung erreichen konnten. Weitere Tipps zur Verbesserung der Schlafhygiene sind:
- Schlafzimmer darf nicht überhitzt, nicht zu hell oder zu laut sein.
- Vor dem zu Bett gehen nicht zuviel Alkohol oder zu schwer Essen. Koffeinhaltige Getränke sollten gemieden werden.
- Grübeln und Angstgedanken sollten beiseite geschoben werden.
- Ebenso wie falsche Schlafgewohnheiten gewöhnen sich die Patienten oft ein permanentes Grübeln im Bett regelrecht an, berichtete der Berliner Schlafmediziner Jürgen Staedt und sein Freiburger Kollege Dieter Rieman im Deutschen Ärzteblatt.
Sobald sie sich hinlegen, geht dann das Gedankenkarussell los, anfangs grübeln die Patienten noch über ein aktuelles Problem, das sich nicht abschalten lässt. Bei anhaltenden Schlafstörungen geht es dann nicht einmal mehr über akute Sorgen oder Ängste, sondern eher um banale Alltagsdinge.
Dieses permanente Nachdenken und Grübeln lässt sich jedoch auch wieder abtrainieren.