In Deutschland erkranken pro Jahr mehr als 1 Million Menschen an einem Norovirus-Infekt, wobei der Erkrankungsgipfel meist in den Wintermonaten liegt.
Das Norovirus ist besonders aggressiv, weil bereits kleine Virusmengen eine Infektion auslösen können. Dr. Reinhold Lunow, Spezialist für Gesundheitscheck-Untersuchungen: "Das Virus ist sehr widerstandsfähig und es kann sogar per Tröpfcheninfektion übertragen werden. Da das Immunsystem gegen das Virus nur sehr wenig Antikörper bildet, kann keine Immunität gegen diese Erkrankung aufgebaut werden und eine schnelle Neuinfektion ist möglich."
Die Symptome einer Noroviruserkrankung sind:
- Durchfall
- explosionsartiges Erbrechen
- ausgeprägtes Krankheitsgefühl
- Übelkeit
- Bauchschmerzen
- allgemeine Glieder- und Kopfschmerzen
- meist nur geringes Fieber (oft sogar überhaupt keine erhöhte Temperatur)
Besonders gefährdet gegen eine Infektion durch das Norovirus sind Kleinkinder oder chronisch Kranke, sowie Patienten die Immunsupressiva einnehmen wie z. B. Rheumapatienten.
Die Übertragung des Virus erfolgt durch infektiösen Stuhl, aber jedoch auch über feinste Wassertröpfchen, die beim Erbrechen entstehen. Die Gefahr lauert hier nicht nur auf verunreinigten Toiletten, sondern auch an Türklinken oder Wasserhähnen. Vor Allem ist die Ansteckung groß in Krankenhäusern und Pflegeheimen sowie Kindergärten und Schulen, aber auch auf Familienfesten oder anderen größeren Veranstaltungen.
Wenn der Durchfall länger als 2 Tage andauert, sollten Sie einen Arzt konsultieren, rät Dr. Lunow, Leiter der Praxisklinik für Diagnostik in Bornheim nahe Köln und Bonn. Achten Sie darauf, dass Sie genug trinken: mindestens 2 Liter täglich, da es durch den Durchfall zu einem großen Flüssigkeitsverlust kommen kann.