
![]() Mit dem Wort Krebsvorsorge bezeichnen wir im allgemeinen eine Krebs - Früherkennungsuntersuchung, da die Heilungschancen um so größer sind, je früher der Krebs erkannt wird. Beispiele hierfür sind: Krebserkrankungen der Brust, der Haut oder des Darmes. Dennoch nutzen in Deutschland nur etwa 50% der Frauen und sogar nur etwa 15% aller Männer die gesetzlichen Krebsvorsorgeuntersuchungen, welche bereits im Jahr 1971 in Deutschland für alle gesetzlichen Versicherten eingeführt wurde. Im engeren Sinne verstehen wir unter Krebsvorsorge jedoch auch die Vorbeugung (Prävention) vor Krebs, also die Vermeidung von Krankheiten. Um Krebs zu verhindern, kann es notwendig sein, den Lebensstil zu ändern. Beispiele hierfür sind: Verzicht auf das Rauchen, gesunde Ernährung, mehr Bewegung, Gewichtskontrolle sowie vorsichtiger Umgang mit UV - Strahlen. Für Frauen umfasst die gesetzliche Krebsfrüherkennung ab dem 20. Lebensjahr eine jährliche Untersuchung des Gebärmutterhalses (Zervix) mit Abstrich und ab dem 30. Lebensjahr eine jährliche Tastuntersuchung der Brust sowie vom 50.bis 70. Lebensjahr alle 2 Jahre eine Mammographie. Während für die Früherkennung des Brustkrebses die Magnetfeldresonanztomographie (MRT) eine immer größere Bedeutung bekommt, hat diese Untersuchung als Vorsorgeuntersuchung für die Früherkennung des Darmkrebses bisher keine Bedeutung. Die Computertomographie oder die MRT - Colongraphie erfordern in einem Drittel der Fälle eine zusätzliche Coloskopie wegen unklarer oder fraglicher positiver Befunde in der sogenannten virtuellen Coloskopie. Man ist bemüht, die Krebsfrüherkennungs - Programme weiter zu entwickeln. Hierbei ist es aber auch besonders wichtig, dass die vermehrte Diagnostik nicht zu einer Überdiagnostik bzw. zu einer Übertherapie führt. Krebsfrüherkennung ist immer nur in den Fällen sinnvoll, in denen durch eine Früherkennung die Lebensqualität verbessert werden kann. |
Gelistet im Leading Medicine Guide Germany 2009 & 2010
» mehr
|
