
![]() Die Zuckerkrankheit wird definiert als eine chronische Erhöhung des Blutzuckers. Etwa jeder zehnte der deutschen Bevölkerung leidet an der Zuckerkrankheit, wobei davon die Hälfte der Patienten nichts von ihrer Erkrankung wissen. Nur 5% aller Diabetiker in Deutschland haben einen Diabetes mellitus Typ 1. Dieser kann in jedem Alter auftreten, meistens jedoch vor dem 35. Lebensjahr. Der Typ 2 betrifft etwa 90% der Diabetiker, wobei die Hälfte über 65 Jahre alt sind. Oft tritt diese Form der Zuckerkrankheit zusammen mit Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck auf. Dies fasst man auch als metabolisches Syndrom zusammen. Der Typ 1 Diabetes mellitus ist eigentlich eine Autoimmunerkrankung, ausgelöst durch eine Virusinfektion. Dagegen spielen beim Typ 2 Diabetes mellitus erbliche Faktoren eine große Rolle. Neben der genetischen Ursache sind aber auch Faktoren wie Übergewicht, Fehlernährung und Bewegungsmangel wichtig. Durch diese Faktoren sprechen die Körperzellen weniger auf Insulin an (Insulinresistenz). Anfänglich wird dies durch eine Mehrproduktion von Insulin ausgeglichen. Doch später erschöpft sich die Insulinproduktion und der Blutzuckerspiegel steigt über den Normbereich an. Wichtige Untersuchungen, die etwa alle 3 Monate durchgeführt werden sollten, sind: HbA1, Blutdruckmessung, Gesamtcholesterin, HDL und LDL Cholesterin, Triglyceride, Kreatinin sowie ein Mikroalbumin - Urintest (Urinuntersuchung auf Eiweiß). Einmal im Jahr sollten die Gefäße per Ultraschall auf vorzeitige Verkalkungen untersucht werden. Auch eine Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie) gehört zu den jährliche notwendigen Untersuchungen. Nicht zu vergessen ist die regelmäßige Vorstellung beim Augenarzt. Um neurologische Schäden frühzeitig zu erfassen, sind Untersuchungen der Schmerz-, Berührungs- und Vibrationsempfinden notwendig. Obligat ist auch die regelmäßige Untersuchung der Füße zur Vorsorge eines diabetischen Fußsyndroms. |
Gelistet im Leading Medicine Guide Germany 2009 & 2010
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