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![]() Bluthochdruck gehört zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Bei den über 45jährigen hat jeder zweite erhöhte Blutdruckwerte. Dabei spielt Bluthochdruck als Risikofaktor für Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall eine besonders wichtige Rolle. Von einer manifesten Hypertonie sprechen wir ab einem systolischen Blutdruckwert über 140 und einem diastolischen Blutdruckwert über 90. Ob hoher Blutdruck behandelt werden muss, hängt nicht alleine von den Blutdruckwerten ab, sondern vielmehr davon, ob schon durch diese Erkrankung Schäden im Bereich des Herzens oder der Gefäße vorhanden sind.
Wenn wir in der Farbduplexsonographie der Halsgefäße arteriosklerotische Kalkablagerungen finden, werden wir eher mit einer Therapie des Bluthochdrucks beginnen als wenn die Gefäße noch keine vorzeitigen Verkalkungen zeigen. Die Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie) zeigt uns, ob Herzwandverdickungen vorliegen oder ob es schon zu Herzschwäche gekommen ist. Mit der Langzeit – Blutdruckmessung kann überprüft werden, ob die Blutdruckwerte nur in der Praxis hoch sind. Nicht immer ist gleich ein Medikament zur Therapie des Bluthochdrucks notwendig. Eine Gewichtsabnahme kann sich durchaus lohnen. Pro Kilo, das die Patienten abnehmen, sinkt der Blutdruck meist um einen Wert von etwa 2mmHg. Regelmäßige Bewegung, Verzicht auf Rauchen und das regelmäßige Einlegen von Entspannungspausen sind sinnvoll. Patienten, die gleichzeitig an einem Diabetes mellitus leiden, benötigen eine besonders sorgfältige Blutdruckbehandlung. Sollten sie bei der Behandlung mit blutdrucksenkenden Medikamenten Nebenwirkungen haben, so lassen sie diese nicht einfach weg. Es gibt zahlreiche blutdrucksenkende Medikamente. Einmal pro Jahr sollte das Herz und die Gefäße auf Blutdruckschäden untersucht werden, so dass frühzeitig Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall verhindert werden können. Bluthochdruck ist eine gut zu beherrschende Erkrankung. |
Gelistet im Leading Medicine Guide Germany 2009 & 2010
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